Sommer & Winter

Das abwechslungsreiche Klosterdorf bietet ein einmaliges Ferienangebot für Familien, Einsteiger und Profis. Die Vielseitigen Aktivitäten machen ihren Aufenthalt zum unvergesslichen Bergerlebnis.

7. Etappe: Alp Haghütte

«Ich wäre immer gerne Bauer geworden», erzählt Pius Wyrsch. Doch da kein familieneigener Betrieb vorhanden war, entschied er sich schliesslich zu einer Sanitärlehre. Sein Traum liess ihn aber nie los. Nach ein paar Sommern auf verschiedenen Alpen packte es ihn erst recht. Da traf es sich gut, dass die Alp rund um die Haghütte seit seinem Urgrossvater in Familienbesitz war. «Auch mein Vater verpachtete die Haghütte, bis ich sie dann 2008 übernahm.»

Pius hat auf seiner Alp Milchkühe, Jungvieh, Rinder und Schweine – alles Tiere von anderen Bauern, auf die er während der Sommermonate schaut. Die Milch der Kühe verarbeitet er zu Käse. Der eigene Käse war denn auch der Grund, weshalb Pius auf seiner Alp ein Beizli eröffnet hat. «Dank dem Beizli kann ich meinen Käse direkt verkaufen», erzählt der junge Oberdorfer. 

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Das Alpbeizli Haghütte ist eines der besonders einladenden Art. Am Wanderweg Bannalp – Sinsgäu – Oberrickenbach / Sinsgäu – Gitschenen / Sinsgäu – Haldigrat (Zickzackweg) gelegen, ist es auf jeden Fall einen Besuch wert. Und wer nicht einkehren möchte, dem sei wenigstens der Kauf eines Stücks Käse ans Herz gelegt, der zuhause als Erinnerung an die schöne Wanderung verspeist werden kann.

Wer das Alpbeizli besucht, ahnt, dass hinter der schönen Aufmachung – alles ist liebevoll mit Blumen und Dekorationen geschmückt, auf Jasstafeln werden in schöner Schrift die Kaffeespezialitäten (mit und ohne Güx) angepriesen – eine Frau steckt. Seit zwei Jahren hat Pius nämlich Unterstützung von seiner Partnerin Barbara. Sie sorgt sich hauptsächlich um das Alpbeizli und verwöhnt die Gäste mit Herzhaftem wie Bratkäse, Trockenfleisch oder Meringues. «Doch an schönen Tagen braucht es uns beide», verrät Pius. 

Das eingespielte Team Barbara und Pius hat die Öffnungszeiten des Beizlis auf 9.00 bis 16.00 Uhr gelegt. «Vom Melken um halb fünf morgens bis abends gibt es lange Tage», sagt Pius. Und gerade auch das Käsen gibt viel zu tun, immer wieder muss der Käse gedreht und gepflegt werden. «Hier oben arbeitest du hart fürs Geld», so Pius. Doch seine Leidenschaft für das Alpleben ist zu gross, als dass er jammern möchte. Neben der Selbstständigkeit gefällt ihm vor allem die Natur. «Die Ruhe hier ist einfach wunderschön – und wenn du im Frühling siehst wie die Natur erwacht, ist das unbezahlbar.»

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