Gastronomie

Schlemmen wie die Könige! Ob urchiges Bergrestaurant, preiswerter und zentraler Imbiss oder ausgefallene Gourmet-Kreationen. Ob Schweizer, Italienische oder Indische Küche. - In Engelberg findet jeder Gaume das Passende.

Alpenrösli

Niedersurenen, 6390 Engelberg

Nach rund sieben Kilometern erreicht man von Engelberg her, beinahe zuhinterst im Tal, das Restaurant «Alpenrösli» – der Surenenpass und die Bergspitzen der Spannörter sind hier fast schon zum Greifen nah. Eine Tafel weist die Spaziergänger, Wanderer und Velofahrer daraufhin, dass man nun auf Urner Boden steht – das «Alpenrösli» gehört nämlich zur Gemeinde Attinghausen. Wer vom Surenenpass oder der Fürenalp her kommt, stolpert auf dem Weg nach Engelberg sozusagen ins Bergrestaurant mit einladender Sonnenterrasse und heimeliger Gaststube. Das Schöne an dieser Lage: Das Restaurant ist inmitten der eindrücklichen Bergwelt und dennoch nicht ab der Welt. Auch für einen Ausflug am Abend ist das «Alpenrösli» in vernünftiger Distanz erreichbar – erst recht für alle die, die mit dem Bike kommen.

Empfangen wird man von Heidi und Charli Arnold. Zusammen mit ihrem Team verwöhnen die Geschwister ihre Gäste. Sie sind hier aufgewachsen und kennen die Herausforderungen des Alltags eines Bergrestaurants. «An Tagen mit Regenwetter haben wir kaum einen Gast, an schönen Tagen während den Sommerferien kommen wir fast nicht mehr nach», erzählt Heidi Arnold. Da sei es wichtig, vorbereitet zu sein und auf flexible unterstützende Hände zählen zu können. Draussen sind rund 100 Sitzplätze, drinnen deren 40. Die einen Gäste verweilen etwas länger, andere wollen sich auf ihrem Weg nur kurz mit etwas Währschaftem oder einem Getränk stärken.

Auf der Speisekarte steht Urchiges: von der eingangs schon erwähnten Rösti mit Bratwurst oder Spiegelei über einen Teller mit Urner Trockenfleisch und Alpkäse bis hin zu einem hausgemachten Früchtekuchen. Das Essen stillt nicht nur den Hunger, sondern tut der Seele gut. Die bekannte Rösti wird natürlich besonders oft bestellt – Heidi Arnold hat aber noch nie zusammengerechnet, wie viele Kilo Kartoffeln sie und ihr Team pro Sommersaison schälen. «Säckeweise» lagerten sie die Kartoffeln jedenfalls, kochen daraus Gschwellti, schälen sowie raffeln die Kartoffeln und verarbeiten sie zu einer Butterrösti. Das Geheimrezept daran sei nicht die Zusammensetzung, sondern der Herd. «Wir kochen mit Gas. Da kann man die Hitze sehr genau regulieren», erzählt Heidi Arnold. «Im Winter, wenn ich zuhause auf dem Stromherd eine Rösti koche, wird sie nie so gut», verrät sie. Balsam für alle die, die nach ihrem «Alpenrösli»-Besuch jeweils motiviert sind, zuhause selbst eine so feine Rösti zu kochen und nicht zufrieden sind mit dem Resultat.

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