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#bloggerhikechallenge 2019

26. Juli 2019 - Lars Schmuckers persönliche Highlights in Engelberg

Die Blogger Hike Challenge 2019 hat mich im Juni nach Engelberg im Herzen der Zentralschweiz geführt. Das Engelbergertal ist für mich vor allem für seine vielen Kleinseilbahnen und natürlich den Titlis bekannt. Er ist der einzig erschlossene Gletscher in der Gegend. Ein grosser Pluspunkt ist auf jeden Fall, dass Engelberg bestens mit öffentlichen Verkehrsmittel erreichbar ist. Mit dem Swiss Travel System bin ich ganz entspannt in die Region gereist.  


In drei Tagen habe ich in Engelberg viel erlebt – von der 4-Seen-Wanderung von Mechsee-Frutt nach Engelberg, über den beindruckenden Gletscherausflug auf den Titlis bis hin zur Wanderung zur Rugghubelhütte. Abwechslung ist hier auf jeden Fall garantiert.


Was meine persönlichen Highlights in Engelberg waren, erfährst Du alles hier im Beitrag.
 

Die 4-Seen-Wanderung von Melchsee-Frutt nach Engelberg 
Wow, was für eine Wanderung. Starten wir erst mal mit den Fakten: 4 wunderschöne Bergseen in ca. 4,5 Stunden auf knapp 15 km Strecke mit knapp 650 Höhenmetern. 

Aber fangen wir von vorne an. Ich bin von Luzern mit dem Zug nach Sarnen gereist und von dort weiter mit dem Postauto auf die Stöckalp gefahren. Die Seilbahn hat mich dann hinauf zur Bergstation Melchsee-Frutt gebracht. Ausgangspunkt der 4-Seen Wanderung war für mich der Melchsee. Hier sollte man sich unbedingt die kleine Kapelle direkt am See anschauen. Nach einem kurzen Gespräch mit ein paar einheimischen Fischern ging es dann Richtung Tannensee weiter. 


Tipp: Alternativ zu der direkten Route zum Tannensee empfehle ich den Gratweg über den Bonistock. Die Aussicht ist von diesem Höhenweg einfach ein Genuss und führt über einen kleinen Umweg ebenfalls zum Tannensee. 


Angekommen am Tannensee bin ich von dem kristallklaren Wasser begeistert. Der Titilis spielgelt sich auf der glatten Wasseroberfläche. Auch hier kann man viele Fische im Wasser sehen. Kurz nach dem See kommt die Tannalp. Ein perfekter Ort für eine kurze Rast bevor es dann weiter in Richtung Engstlenalp und Engstlensee geht, welcher sich durch seine tiefblaue Farbe besonders für Fotos anbietet.  Von hier beginnt nun der Aufstieg zum Jochpass. Der Weg war leider im Juni durch viele Schneefelder nicht begehbar. Aus diesem Grund bin ich mit dem Sesselift zum Jochpass hochgefahren. Oben angekommen kann man bereits runter zum letzten der vier Seen schauen – dem Trübsee. 


Tipp: Unbedingt auf dem Jochpass im Bärghuis Jochpass einkehren. Hier gibt es richtig gutes Essen und das auf einer tollen Sonnenterasse auf 2.222 Meter Höhe. Ich hätte am liebsten alles auf der Karte von oben nach unten probiert. Ich habe mich letztlich für "G`hackets mit Hörnli" entschieden. Lecker. 


Der anschliessende Abstieg zum See ist relativ schnell erfolgt. Direkt am See liegt das Berghotel Trübsee. Mitten in der imposanten Bergwelt kann ich mir keine bessere Übernachtungsmöglichkeit vorstellen. 
 

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Gletscherausflug auf den Titlis
Der Titlis ist mit seiner Höhe von 3.238 Meter in der Region allgegenwärtig und ein absolutes Muss für einen Ausflug. Von Engelberg aus ist die Bergstation Titlis in drei Etappen mit Seilbahnen erreichbar. Ein ganz besonderes Highlight stellt hier die letzte Etappe mit der sogenannten Titlis Rotair Seilbahn dar. Bei ihr handelt es sich um die erste drehbare Luftseilbahn der Welt. Die Gondel dreht sich bei der gesamten Fahrt um 360 Grad. Ein toller Ausblick auf die gesamte Bergwelt ist somit von jedem Platz in der Grossraumgondel aus garantiert.    


Oben angekommen lädt direkt eine Erkundung der Gletschergrotte gerade im Sommer zu einer schönen Abkühlung ein. Wer schon immer mal einen Gletscher von innen sehen wollte, ist hier genau richtig. Ein Gang führt direkt durch den Gletscher – 10 Meter tief und über 150 Meter lang. Für mich war es das erste Mal, dass ich im Inneren eines Gletschers war. Ein ganz besonderes Erlebnis. 


Die Gletschergrotte ist aber nicht das einzige Abenteuer, welches der Titlis zu bieten hat. Direkt nach der Grotte schliesst sich der Cliff Walk an. Eine über 100 Meter lange nur 1 Meter breite Hängebrücke aus Stahlseilen. Höhenangst sollte man hier nicht haben. Schliesslich ist der Titlis Cliff Walk Europas höchstgelegenste Hängebrücke. Wer über diese Brücke geht, wird mit einem tollen Ausblick auf die umliegenden Berge belohnt. Ein Selfie auf der Brücke kann man mittels installierter Fotobox auch noch machen. 

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Wanderung zur Rugghubelhütte
Die Region Engelberg lädt mit vielen tollen Routen zum Wandern ein. An meinem letzten Tag in Engelberg habe ich noch eine Wanderung gemacht, die mir besonders gut gefallen hat. 


Von Engelberg aus geht es zunächst mit der Gondel nach Ristis bevor es von dort weiter mit dem Sessellift zur Brunnihütte (1.860 Meter) geht. Die gemütliche Wanderung zur Rugghubelhütte dauert von hier aus nur ca. zwei Stunden, zumindest wenn man nicht die ganze Zeit anhält, um wie ich die fantastische Aussicht ins Tal und zum gegenüberliegenden Titlis zu bewundern. 


Die Rugghubelhütte liegt auf 2.294 Metern Höhe und bietet einen schönen Blick auf das Engelbergtal. Die Hütte ist umgeben von einer imposanten Bergkulisse, direkt hinter der Hütte ragt eine markante und schroffe Felswand empor. In der Nähe der Hütte konnten wir viele Murmeltiere beobachten. Ich kann mir keinen besseren Ort vorstellen, um mittags etwas Feines zu essen und dabei die Aussicht von der Terrasse zu geniessen. 


Tipp: Auf der Rugghubelhütte kann man auch übernachten. Sie bietet mit knapp 100 Betten auch ausreichend Schlafmöglichkeiten für größere Wandergruppen. Für meinen nächsten Besuch in Engelberg ist dies für mich jedenfalls fest eingeplant. Ich möchte zu gern dort oben den Sonnenuntergang bzw. –aufgang erleben.


Es gibt übrigens mehrere Möglichkeiten, die Wanderung zur Rugghubelhütte nach seinen persönlichen Vorstellungen etwas anzupassen. Eine Option ist zum Beispiel, dass man direkt von Ristis über die Rigidalalp zur Rugghubelhütte wandert. Die Wanderung wird dadurch etwas länger und es kommen auch ca. 200 Höhenmeter mehr an Aufstieg hinzu.
 

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Text & Bilder: Lars Schmucker
Instagram @meandmybravefox
www.adventurelenses.com