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Marco Odermatts Liebe zu Engelberg

22. Oktober 2019

Wenn vom Skirennfahrer Marco Odermatt gesprochen wird, hört man nur positive Worte. Ein Ausnahmekönner sei er, jung und unbekümmert, ein verheissungsvolles Talent und dazu aufgestellt, bodenständig, ehrlich. Wie geht er mit so viel Lob und Druck um? Und welche Rolle spielt Engelberg im Leben des 22-jährigen Nidwaldners? 


Es gibt im Schweizer Skiteam derzeit kein anderer Athlet, auf dem so viele Hoffnungen ruhen wie auf Marco Odermatt. Der 22-Jährige ist in Buochs (NW) aufgewachsen, hat auf der Klostermatte und auf der Klewenalp das Ski fahren gelernt (siehe auch: Blog Wintersport-Stars schwärmen von Engelberg). Schon mit sechs fuhr er sein erstes Rennen, mit acht gewann der den Migros-Grand-Prix. Mit 20 holte er an der Junioren-WM fünf Goldmedaillen. Seinen steten Aufstieg schloss er in der vergangenen Saison mit seinen ersten Podestplätzen im Weltcup ab. «Wenn du einmal aufs Podest gefahren bist, will du nicht, dass es das letzte Mal war», sagt Marco Odermatt mit einem breiten Grinsen, seinem so typischen, spitzbübischen Lachen. Sein Sommer lief gut, er fühlt sich fit und ist bereit für den Saisonauftakt in Sölden am Wochenende vom 27. Oktober 2019.


Trotz Erfolg: Marco bleibt sich selbst
Doch auch wenn Marcos Saisonziele Podestplätze – und vielleicht der erste Weltcupsieg – sind, sagt er: «Das wichtigste Ziel ist es, gesund zu bleiben.» Auch er blieb in seiner jungen Karriere nicht von Verletzungen verschont und erlitt 2017 einen Riss am Meniskus. Die Aussage mit der Gesundheit ist bezeichnend für ihn. Der Nidwaldner ist stets auf dem Boden geblieben. Grosser Wirbel löste die Aussage vom österreichischen, inzwischen zurückgetretenen Ski-Dominator Marcel Hirscher vergangene Saison aus: «Der kann Gesamtweltcupsieger, Olympiasieger werden – alles, was er möchte.» Marcos Vater kritisierte diese Aussage öffentlich als übertrieben. Marco selbst fühlte sich zwar geehrt, «doch ich lasse den Druck nicht so nahe an mich ran». Der 22-Jährige ist stets sich selbst geblieben; aufgestellt, offen, ehrlich, bodenständig. «Nur weil ich schneller Ski fahre als andere, hat das keinen Einfluss auf meine Persönlichkeit», sagt der Riesenslalom-Spezialist. «Meine Eltern haben mich nie in den Himmel hochgelobt und mich bodenständig erzogen», erklärt der fünffache Junioren-Weltmeister seine sympathische Art.
 

 


Die Schweizer Hymne bereitet ihm Hühnerhaut
Marcos Bodenständigkeit beweist sich auch mit seinem Patriotismus. Er ist stolzer Nidwaldner, stolzer Schweizer. «Im August war ich am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug. Wenn 56'000 Leute im Stadion die Schweizer Hymne singen, ist das schon ein riesen Erlebnis», schwärmt er noch heute. Er ist auf fast allen Kontinenten unterwegs und kehrt immer wieder gerne nach Hause zurück. «Nidwalden ist zwar klein, doch man hat alles, was man braucht.»


Von klein auf viel Zeit in Engelberg verbracht
Und wie kommt es nun, dass ein Herzblut-Nidwaldner eine Partnerschaft mit Engelberg-Titlis eingeht? «In Engelberg bin ich zum Rennfahrer geworden», sagt Marco. Während fünf Jahren hat er die Sportmittelschule in Engelberg besucht und diese 2017 mit der drittbesten Maturaprüfung des Jahrgangs abgeschlossen. «Ich habe nur gute Erinnerungen an diese Zeit», sagt er, «ich fühlte mich in Engelberg stets wie zuhause». Schon in seiner Kindheit verbrachte er mit dem Skiclub Hergiswil viele Skistunden am Titlis. Und noch heute trifft man ihn in seiner Freizeit dann und wann in Engelberg an – sei es im Winter beim Freeriden oder im Sommer beim Biken oder Golfen

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Text: Andrea Hurschler
An dieser Stelle sei gesagt: Die Engelberger Journalistin Andrea Hurschler ist ein grosser Fan von Marco Odermatt. Sie ist nicht nur begeistert von seiner Skitechnik, sondern auch von seiner sympathischen Art. 
Bilder: Engelberg-Titlis Tourismus