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«Doch, du weisst nie was kommt», sagt Max, «aber wir wollen ja nicht schwarzmalen». Klar ist, ohne die Bahn ginge es nicht. Die Strasse ist im Winter nicht befahrbar und auch im Sommer sei es «gäbiger» mit der Bahn. Umso wichtiger sind für sie die Gäste, welche die Bahn für ihre Ausflüge nutzen und so mithelfen, die Unterhaltskosten zu tragen. 

Die Bahn fährt auf Knopfdruck der Ausflügler, Familie Wyrsch hat damit nichts zu tun. Oft merken sie, vertieft in ihre Arbeit, nicht mal, dass sie Gäste haben. Und auf Diegisbalm bleiben die Leute, ob Biker oder Wanderer, sowieso nicht lange. Denn von hier gibt es verschiedene Ausflugsmöglichkeiten. Mit einem weiteren «Buiräbähnli» weiter auf die Oberalp. Oder in einer gut stündigen Wanderung hinüber zum Wirzweli – das sei besonders für Familien attraktiv, erzählt Anita Wyrsch.

Anita und Max investieren viel Zeit und Kraft in den Hof. 2014 haben sie einen neuen Stall gebaut – und auch jetzt haben sie noch dieses und jenes Projekt. Die steilen Hänge brauchen viel Kraft. Doch eben, jammern wollen sie nicht. Das Paar hat sich diesen Ort selbst ausgesucht. Beide sind keine Bauernkinder, beide haben aber fünf, respektive zehn Sommer auf einer Alp verbracht. Und zusammen hegten die Schwyzerin und der Urner den Traum, selbst Landwirtschaft zu betreiben.

Sie suchten in der halben Schweiz nach einem Betrieb – fündig wurden sie schliesslich hier, auf Diegisbalm. «Ich fühlte mich ab der ersten Nacht zuhause da oben» sagt Anita Wyrsch. Man spürt, hier haben zwei Menschen ihren Lebenstraum gefunden – auch wenn der Weg manchmal beschwerlich ist. Doch wie sagt Max so schön: «In den Bergen hilft jammern nicht, man muss eine Lösung finden.»