Und weil man bekanntlich seine Zukunft nur dann erfolgreich gestalten kann, wenn man auch die Vergangenheit kennt, werden im Talmuseum immer wieder Sonderausstellungen zu speziellen Themen organisiert. Am 14. Dezember 2019 ist Vernissage zur Sonderausstellung "Engelwelten". Als vor 900 Jahren die ersten Mönche in das Hochtal kamen, sollen sie auf dem Berg Hahnen von singenden Engeln empfangen worden sein. Gemäss dieser Legende erhielt nicht nur das Kloster, sondern auch das Tal den Namen Engelberg. Wo, wenn also nicht im Talmuseum von Engelberg, soll zum Start des Jubiläums 900 Jahre Kloster Engelberg eine Ausstellung über diese geheimnisumwitterten Wesen stattfinden? 

Engel wecken Emotionen, rufen Erinnerungen wach und sind in der heute schnelllebigen Zeit immer noch präsent. Die Sonderausstellung "Engelwelten" im Talmuseum dokumentiert die Welt der Engel. Die Ausstellungsmacher gingen dabei auf Spurensuche und fanden eine Vielzahl von historischen Entwicklungslinien. Die Ausstellung umfasst rund einhundert Objekte. Das Älteste stammt dabei aus der Zeit von 2000 vor Christus und ist ein Relikt aus dem Vorderen Orient. Hinzu kommen zahlreiche Gegenstände, welche in Engelberg selber entstanden sind. Wirtschaftsschilder sind ebenso dabei wie Schutzengelbildchen oder Werbeplakate mit diesen himmlischen Wesen. Das noch erhaltene Talfähnchen zeigt ebenso einen Engel wie die Fahne der Rütlischützen, die im Jahre 1907 entstanden ist. Und auch heute begegnen uns die Engel immer wieder. So auch beim Weltcup-Skispringen auf der grössten Skisprunganlage der Schweiz, wo das Logo Engelflügel darstellt. Engel und Engelberg – eine Ausstellung die man gesehen haben muss.

Autor

Beat Christen