Brücken queren die Engelberger Aa
Beeindruckend sind auch die grossen Felsbrocken, welche die Kraft der Natur andeuten und die Erosion von Jahrtausenden aufzeigen. In der Aschlucht fühle ich mich weit weg von der Zivilisation – die Natur ist verwachsen und scheint unberührt. Die verschiedenen (Hänge-)Brücken steigern die Attraktivität des Weges zusätzlich. Besonders empfehlenswert ist die Wanderung an heissen Tagen, da fast alle Wegabschnitte im Schatten liegen.

Weg von Unwetter zerstört
Bei meinen Wanderungen durch die Aaschlucht denke ich jedes Mal an das Jahr 2005. Damals hat das grosse Unwetter Engelberg von der Aussenwelt abgeschnitten und neben der Zufahrtsstrasse eben auch einen Teil des einstigen Aaschlucht-Wanderweges zerstört. Mit was für einer Wucht und Kraft das Wasser und das Geröll damals gewirkt haben muss, kann ich nur erahnen. Nur dank vielen freiwilligen Helfern und unzähligen Stunden Fronarbeit konnte der Weg wieder in Stand gesetzt werden – respektive sogar noch aufgewertet werden.

Diverse Picknickstellen
Dem ganzen Weg entlang laden verschiedene Picknickplätze zum Verweilen ein. Ich habe zwei Favoriten: «Tonis Balm» ist ein von einer Privatperson liebevoll eingerichteter, überdachter Rastplatz. Dort fehlt es an nichts – Pfannen und Geschirr sind vorhanden, gegen einen Batzen ins «Kässeli» gibt es Bier, gar Ketchup ist bereit. Für die Kinder hat es eine Schaukel und eine Wippe. 
Die Picknickstelle kurz vor der Arnibrügg ist mit grossem Tisch, Holzstelle und Hollywood-Schaukel ebenfalls perfekt eingerichtet. Das kleine Bächlein, das hier den Weg quert, ist für unsere Kinder Grund genug, ewig bleiben zu wollen. Doch das ist okay, denn auch ich bleibe gerne etwas länger an diesem schönen Flecken Erde und lausche dem Rauschen der Engelberger Aa. 

Autorin

Text: Andrea Hurschler
Andrea Hurschler hat die Wanderung durch die Aaschlucht schon unzählige Male absolviert. Auch wenn sie den wildromantischen Weg schon immer mochte: Mit ihren Kindern erlebt sie die Aaschlucht nochmals aus einer ganz anderen Perspektive – sie zählt die Brücken (10 Stück), sammelt Walderdbeeren (es hat Unmengen!) und schaut begeistert den Schmetterlingen zu (auch davon hat es Unzählige).
Bilder: Engelberg- Titlis Tourismus AG